Neue Räume sorgen für höhere Frequenz

Ehrenamtsagentur zieht an die Bürgermeister-Winkler-Straße 23 / Helfer wollen Ehrenamtskarte voranbringen. Viel Publikumsverkehr aus der Fußgängerzone kommt an dem neuen Standort vorbei. Die Organisatoren hoffen auf weitere positive Resonanzen.
von OLIVER HERMES
Cloppenburg: Die Ehrenamtskarte noch bekannter machen wollen die Kräfte der Cloppenburger Ehrenamtsagentur. Nach dem Umzug in neue Räume an der Bürgermeister-Winkler-Straße 23 werden nun einige Projekte verstärkt vorangetrieben. „Wir haben alle Städten und Gemeinden angeschrieben. Außerdem waren wir bei einigen schon vor Ort und haben die Karte vorgestellt und für Vergünstigungen geworben. In die Gemeinde Barßel fahre ich am 18. Mai”, erklärt Jutta Klaus von der Teamleitung. Gemeinsam mit Sandra Nortmann, die seit einem halben Jahr hauptamtlich für die Agentur tätig ist, hofft sie auf weitere positive Rückmeldungen. Weitere Themen sind „Fit für Vorstand“ und die Inforeihe „Hier wird Ihre Hilfe gebraucht” Bei Letzterem sind unter anderem die Tafel, das evangelische Familienzentrum, die Integrationslotsen sowie das Mehrgenerationenhaus und das Haus der Senioren mit im Boot. Ein wichtiger Schritt für die Ehrenamtsagentur sei nun mit dem Umzug von der Sevelter Straße vollzogen „Es war zwar eine unruhige Zen zwischen Weihnachten und Silvester. Aber es hat sich gelohnt”, sagt Klaus, die sich unter anderem über die neu gewonnene Barrierefreiheit freut. Ein Dank für die Unterstützung gehe an die Bürgerstiftung, Stadt und Landkreis. Man werde mehr gesehen, auch der Publikumsverkehr aus der Fußgängerzone heraus sei gut. Zudem gibt es große Schaufenster, Aushänge sollen demnächst auf die Arbeit aufmerksam machen. „Wir haben zurzeit schon viele Anfragen. Das kann aber auch mit guten Vorsätzen der Menschen zu Jahresbeginn zusammenhängen“, sagt Klaus mit einem Augenzwinkern. Wertschätzung ist eine wichtige Motivation für das Ehrenamt. Für Sandra Nortmann ist es wichtig, dass das Ehrenamt wertgeschätzt wird: „Das ist ein wichtiger Punkt, der die Helfer weiter motivieren kann.” Bei ihrer Arbeit setzt sie auf das persönliche Gespräch, das sei durch nichts zu ersetzen. So spüre man. ob Einsatzstellen auch zu möglichen Helfern oder umgekehrt passen. Man wolle weiterhin ein breites Angebot für die Vermittlung schaffen: „Wir finden Lösungen, keine Probleme.” Sie selbst knüpft weiter Kontakte vor Ort. So war sie zum Beispiel bei der Versammlung des Stadtjugendrings. Viele Helfer wollen sich nicht mehr lange in der Vereinsarbeit binden, sondern eher in zeitlich abgesteckten Projekten engagieren. So gab es eine Frau, die in der Adventszeit ihre Zeit für ehrenamtliche Posten angeboten hat. „Das ist auch gut und eventuell bleibt der ein oder andere dann doch dabei“, sagt Nortmann

FAKTEN

  • Stand Dezember 2019 sind 90 Ehrenamtskarten im Landkreis gültig: Cloppenburg (75 Karten), Cappeln (5), Garrel (4), Emstek (2), Friesoythe (2) und Barßel (1)
  • Aus den anderen Kommunen habe es noch keine Anfragen gegeben. Weitere Gespräche mit sind jedoch geplant.
  • „Wir sind sicher, dass die Zahlen Ende 2020 sehr viel positiver ausfallen werden“, sagt Jutta Klaus.
  • Die Sprechzeiten der Ehrenamtsagentur: montags von 15 bis 18 Uhr, dienstags von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr.
    22.01.2020 MT