Die Ehrenamtskarte !

Mit der Ehrenamtskarte würdigen das Land Niedersachsen und der LANDKREIS CLOPPENBURG herausragendes ehrenamtliches und freiwilliges Engagement in unserer Gesellschaft. Die Ehrenamtskarte ist Ausdruck öffentlicher Anerkennung, Würdigung dieses Engagements und gleichzeitig der Dank an die Aktiven, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen.

Wir erledigen alle Aufgaben und Anfragen für die niedersächsische Ehrenamtskarte der Bürgerstiftung, der Stadt und dem Landkreis Cloppenburg.

 

 

Antrag für die Vergabe der Ehrenamtskarte

Antrag auf Verlängerung der Ehrenamtskarte

Vergünstigungen für Inhaber der Ehrenamtskarte

Liste der Vergünstigungen im Landkreis Cloppenburg

Unterstützung der Ehrenamtskarte durch SPONSORING

 

 

Nur Ehre oder auch Belohnung?
FRAGE DES TAGES Leser diskutieren über kostenloses Ehrenamtsticket – SPD Idee sorgt für viele Zuschriften
Viele Leser begrüßen den Vorschlag. Doch es gibt auch andere Ansichten und sogar Alternativideen.
VON CHRISTOPH TAPKEJOST
UND UNSEREN AGENTUREN
OLDENBURG Große Resonanz auf den NWZ-Bericht über den Fünf-Punkte-Plan für Ehrenamtliche: Die Diskussion um günstigere beziehungsweise sogar kostenlose Nahverkehrstickets für die ehrenamtlich Engagierten hat am Montag für zahlreiche Leserreaktionen gesorgt. Die SPD hatte die Idee in den niedersächsischen Landtag eingebracht, als Zeichen des Dankes Vergünstigungen oder Freifahrten im ÖPNV bereitzustellen. Auch sollen in Sportvereinen aktive Ehrenamtliche Steuervorteile bekommen. Per Mail sowie in sozialen Netzwerken gab es zahlreiche Lesermeinungen: Der Vorschlag sei gut gemeint, meint zum Beispiel Manfred Klöpper: „Dennoch greift er viel zu kurz. Wenn wir immer mehr Gruppen gezielt fördern, wird das System völlig undurchschaubar. Ein generelles fahrscheinloses Fahren, finanziert aus Steuermitteln und durch Arbeitgeber, bei gleichzeitiger nachhaltiger Verbesserung der Busse und Bahnen, auch und gerade bei der Taktung, ist der bessere Weg“, schrieb er per EMail. Annegret Allmers findet den Ehrenamtsbonus gut: „Ich bin dafür, dass Ehrenamtler für ihren Einsatz belohnt werden.“ Und auch Diane Febert spricht sich für diese Regelung aus: „Das wäre für alle ehrenamtlich Tätigen eine kleine Anerkennung  gerade für diejenigen, die für Engagement keine Aufwandsentschädigung erhalten.“ Das sehen übrigens viele der Leser ähnlich, denn die meisten Ehrenamtler müssten zum Beispiel mit eigenem Auto zu den Terminen fahren, heißt es in mehreren Zuschriften. Anders sieht es hingegen Wiebke Bennje. Sie fragt, warum Ehrenamtler beispielsweise in der Feuerwehr ein solches Ticket bekommen sollen. „Ich habe mich dafür entschieden, anderen Menschen zu helfen, freiwillig. (…) Das Ehrenamt macht so keine Ehre mehr. Ein Strickclub, der kleine Mützen ans Krankenhaus spendet, hätte es dann genauso verdient.“ Einen weitergehenden Vorschlag macht ein anderer Leser: „Zuerst sollten der ÖPNV massiv ausgebaut werden und gleichzeitig die Preise gesenkt werden. Und Ehrenamt müsste auch klar definiert werden“, fordert Florian Preuschaft beiFacebook. Die Oppositionsfraktionen FDP und Grüne haben die SPD-Idee eines günstigeren oder kostenlosen Nahverkehrstickets begrüßt – entscheidend sei aber ein verlässliches Bus- und Bahnnetz in Niedersachsen. Rabatte für Ehrenamtler seien „ein nettes Signal“, sagte FDP-Fraktionschef Stefan Birkner am Montag. Ohne Verkehrsanbindung hätten viele Menschen auf dem Land aber nichts davon. Die Grünen reagierten ähnlich. „Eine kostenlose Nutzung des ÖPNV nützt nichts, wenn der Bus nicht fährt“, sagte Verkehrspolitiker Detlev Schulz-Hendel.

Nordwest-Zeitung vom 28.01.2020

 

 

Freie Fahrt für Ehrenamtliche?
WERTSCHÄTZUNG Kostenlose Tickets für Bus und Bahn als „Danke“ an Helfer. Die Landes-SPD will die Rabatte der Ehrenamtskarte ausbauen. Das sagen Ehrenamtliche aus Bösel zu dem Vorhaben.
VON ANNALENA SACHS
BÖSEL  Umsonst mit Bus und Bahn fahren – das könnte bald für ehrenamtliche in Niedersachsen möglich sein. Zumindest sieht das der Vorstoß der SPD im niedersächsischen Landtag vor. Durch den Ausbau der Rabatte der Ehrenamtskarte für Niedersachsen wollen die Sozialdemokraten das Ehrenamt attraktiver machen und „Danke“ sagen. Doch würde das tatsächlich mehr Menschen motivieren, sich zu engagieren? Die NWZ hat bei Ehrenamtlichen in der Gemeinde Bösel nachgefragt. „Es würden sich bestimmt einige drüber freuen“. Sagt Elisabeth Meyer, die als Ehrenamtliche die Tafel in Bösel leitet. Dennoch vermutet sie, dass kostenlose Tickets für den Nahverkehr in Form der Ehrenamtskarte weniger von den Böselern genutzt werden würden, da die meisten auf ein Auto angewiesen seien. Laut Meyer sind Vergünstigungen in Museen oder in Schwimmbädern für sie interessanter „Das würden die Ehrenamtlichen vielleicht in Anspruch nehmen.“
Junge Leute motivieren
Die Böseler für das Ehrenamt zu motivieren sei unterdessen nicht allzu schwer, meint Meyer. „Alle helfen in Bösel mit“, sagt sie über die aktive Gemeinde. Auch die Tafel habe derzeit ausreichend Helfer. Somit wären die zusätzlichen Vergünstigungen aus Meyers Sicht eher eine Form der Wertschätzung. Auch laut Petra Oltmann, die als Ehrenamtliche in vielen Vereinen aktiv ist. Können die Ehrenamtlichen in Bösel die Aufgaben gerade noch bewältigen. „Die jungen Leuten müssten allerdings jetzt für die Ehrenamtlichkeit infiziert werden“, sagt sie. Oltmann denkt, dass kostenlose Busfahrten Helfer schon animieren könnten, wenn das Vorhaben gut aufgestellt ist, und alle Kommunen mitziehen. So müsse auch bedacht werden, dass das Ehrenamt meist nach der Arbeit also abends ausgeübt werde. Um die Helfer anzuspornen, müsse also ein entsprechendes Nahverkehrs-Angebot gegeben sein. Aus Böse! können per Bus Cloppenburg, Friesoythe und Wardenburg gut erreicht werden. Bei einer Fahrt nach Oldenburg müsse jedoch schon eine Stunde eingeplant werden. Ebenso flächendeckend müssten die Vergünstigungen der Ehrenamtskarte in jedem Ort in Museen, Geschäften und Co. angeboten werden, findet Oltmann. Dann wären die Rabatte nicht nur eine Motivation, sondern auch ein ordentliches „Danke“ für die Aktiven im Ort. Keine Vergünstigungen
Auch die Ehrenamtsagentur Cloppenburg befürwortet die vorgeschlagenen Rabatte der Sozialdemokraten. Allerdings weist Rita Moormann von der Agentur darauf hin, dass die Hürden. eine Ehrenamtskarte zu bekommen, relativ hoch sind. So müssen Anwärter in den letzten drei Jahren mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich gearbeitet haben. Nach Moormanns Informationen gebe es in Bösel erst zwei Anträge auf eine Ehrenamtskarte. Vergünstigungen in Geschäften oder Einrichtungen gebe es in der Gemeinde bisher nicht. lm Landkreis Cloppenburg gibt es unter anderem ermäßigten Eintritt im Museumsdorf Cloppenburg und im Soestebad Cloppenburg.* IM NORDWESTEN. SEITE 9

Nordwest-Zeitung vom 28.01.2020

 

Freifahrten für Ehrenamtler?
NAHVERKEHR – So will die SPD in Niedersachsen die helfenden Menschen belohnen
Das Bild zeigt eine Ehrenamtskarte für Niedersachsen. Sie wird als ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für langjähriges Engagement ehrenamtlich tätiger Bürger vergeben.
VON CHRISTOPFER WECKWERTH
Bereits jetzt gibt es für ehrenamtlich tätige Menschen Vergünstigungen. Doch das Engagement soll noch mehr gefördert werden

dpa-BILD: Holleman

HANNOVER. Wer sich ehrenamtlich engagiert, kann nach Vorstellung der SPD im niedersächsischen Landtag bald auf kostenlose Tickets für den Nahverkehr hoffen. Die Sozialdemokraten wollen das Ehrenamt attraktiver machen und dazu „als Zeichen des Dankes“ die Rabatte der Ehrenamtskarte ausbauen. „Besonders im ländlichen Raum könnte die Ehrenamtskarte auch mit Vergünstigungen/ Freifahrten im ÖPNV einhergehen“, heißt es in einem Fünf-Punkte-Plan der Fraktion, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Darüber hinaus sollen in Sportvereinen aktive Ehrenamtler Steuervorteile bekommen. SPD-Fraktionschefin Johanne Modder fordert mit Blick auf zunehmende Übergriffe auch gegen Ehrenamtler zudem eine „Respektkampagne“. „Erst waren es die Flüchtlingshelfer, die mit Hass und Hetze zu tun bekamen, jetzt die Kommunalpolitiker, morgen vielleicht die Sport- und Fußballtrainer“, sagte Modder. Die Politik sollte daher Vorschläge erarbeiten, wie das Ehrenamt an die „technischen, sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen des 21. Jahrhunderts“ angepasst werden kann. Mit einer neuen App will die SPD die Ehrenamtler auch besser vernetzen und Infos zum Ehrenamt bündeln. In Niedersachsen ist nach Angaben der SPD fast jeder zweite Über-14-Jährige ehrenamtlich aktiv. Bundesweit belege Niedersachsen damit den fünften Platz.

Nordwest-Zeitung vom 27.01.2020


Bösel denkt über Ehrenamtskarte nach
Bürgermeister Block sieht HGV als richtigen Ansprechpartner
Bösel (pi) In der Gemeinde Bösel werden Überlegungen angestellt, die Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen einzuführen. Dafür warb auch Jutta Klaus, die Leiterin der Ehrenamtsagentur Cloppenburg während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Familie. Die Ehrenamtskarte sei 2007 vom Land Niedersachsen eingeführt worden, sagte sie. Ziel sei es damals wie heute, ehrenamtlich tätigen Bürgern Vergünstigungen zukommen zu lassen, um so das Engagement zu würdigen und zu fördern. Bestrebungen gingen dahin, dass alle Kommunen die offizielle niedersächsische Ehrenamtskarte einführen sollten. Der Vorteil des Landessystems: Die Karteninhaber könnten Vergünstigungen in allen Kommunen Niedersachsens, in Bremen und Bremerhaven genießen. Voraussetzung für die Erteilung der offiziellen Karte sei allerdings ein ehrenamtliches Engagement von mindestens fünf Stunden pro Woche seit drei Jahren oder seit Bestehen des Vereins, so Klaus. Der Landkreis Cloppenburg hatte die Karte 2018 „im dritten Anlauf“ eingeführt. „Jedes aktive Feuerwehrmitglied kann so in den Genuss der Karte kommen“, nannte Bürgermeister Hermann Block ein Beispiel. Allerdings habe die Kommune selbst außer Vergünstigungen für das Hallenbad nicht viel zu bieten. Umso mehr komme es darauf an, Sponsoren für Vergünstigungen zu werben. Da sei der Handels- und Gewerbeverein (HGV) der richtige Ansprechpartner.

Münsterländische Tageszeitung vom 16.01.2020

 

Ein Dankeschön an die Freiwilligen
Ehrenamtskarte Noch keine Inhaberinnen oder Inhaber in der Gemeinde
VON MANUELA WOLBERS BÖSEL Mit der Ehrenamtskarte würdigen das Land Niedersachsen und der Kreis Cloppenburg ehrenamtliches und freiwilliges Engagement. Doch obwohl die Karte für den gesamten Kreis gilt, gibt es noch keine Karteninhaberin und keinen Karteninhaber in der Gemeinde Bösel. In der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Familie hat die Leiterin der Ehrenamtsagentur in Cloppenburg, Jutta Klaus, am Montagabend für die Karte geworben. Wer diese zusammen mit dem Personalausweis vorzeigt, bekommt in Niedersachsen und Bremen Vergünstigungen. Diese werden von Kommunen und Unternehmen angeboten Wer eine Ehrenamtskarte hat, erhält zum Beispiel Rabatte für das Museumsdorf oder die Stadthalle Cloppenburg oder kann an ausgewählten Führungen an der Thülsfelder Talsperre kostenfrei teilnehmen. Auch beim Einkauf und Dienstleistungen gibt in einigen Orten Ermäßigungen. In der Gemeinde Bösel gibt es noch keine Vergünstigungen. Die Kommune könne jedoch für Sponsoringpartnerschaften werben, schlug Klaus vor. Die Karte kann online oder direkt bei der Ehrenamtsagentur in Cloppenburg beantragt werden. Weitere Informationen gibt es bei der Ehrenamtsagentur oder unter www.ehrenamtsagentur.de

Nordwest-Zeitung vom 15.01.2020

 

Bakum plant Einführung der Ehrenamtskarte
Die Gemeinde Bakum soll die Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen einführen. Das hat der Ausschuss für Jugend, Familie und Demografie einstimmig empfohlen. Der Gemeinderat muss dem Vorhaben noch zustimmen. Laut der Beschlussvorlage will die Gemeinde allen Karteninhabern künftig einen ermäßigten Eintritt in das kommunale Hallenbad anbieten. Die Ehrenamtskarte wurde 2007 vom Land Niedersachsen eingeführt. Ziel war es damals wie heute, ehrenamtlich tätigen Bürgern Vergünstigungen zukommen zu lassen, um so das Engagement zu würdigen und zu fördern, wie Bürgermeister Tobias Averbeck (CDU) sagte. Im Landkreis Vechta hatte zuvor die Stadt Lohne zum 1. März 2019 die Karte eingeführt. Dinklage hatte ein ähnliches System installiert, das aber nicht mit der offiziellen Ehrenamtskarte des Landes zusammenhängt. In der Ausschusssitzung sagte Averbeck, dass sich die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Landkreis Vechta in einer Arbeitsgruppe mit der Ehrenamtskarte beschäftigt hatten. Ergebnis der Beratungen sei gewesen, dass alle Kommunen die offizielle niedersächsische Ehrenamtskarte einführen sollten. Der Vorteil des Landessystems: Die Karteninhaber können Vergünstigungen in allen Kommunen Niedersachsens, in Bremen und Bremerhaven genießen. Voraussetzung für die Erteilung der offiziellen Karte ist allerdings ein ehrenamtliches Engagement von mindestens fünf Stunden pro Woche seit drei Jahren oder seit Bestehen des Vereins. Das Engagement müsse außerdem in der Zukunft fortgesetzt werden. Die jeweiligen Vereine und Verbände müssen das Engagement bestätigen. Dann bearbeitet die Staatskanzlei in Hannover die Anträge und stellt die Karten aus. Das Vorhaben stieß auf breite Unterstützung der Ausschussmitglieder.

Münsterländische Tageszeitung vom 19.11.2019

 

Heimat Live: Sendung vom 13. April 2013